Weihnachtsfalle #1: Geschenke

Schenken macht Spaß. Es ist schön, wenn wir einem lieben Menschen ein Geschenk machen, dass seine Augen zum Leuchten bringen. Soweit die Theorie. In der Realität und gerade zu Weihnachten, ist das gar nicht so einfach. Denn wir beschenken nicht nur eine Person, sondern mehrere. Meistens sind wir spät dran und haben eh schon genug andere Sachen, wie die Weihnachtsfest-Vorbereitung zu tun. Für unseren Seelenfrieden wäre es gut, wenn wir eine Balance finden, zwischen einem Geschenk was dem anderen Freude macht und was uns nicht zu sehr stresst. Deswegen schlage ich folgende Regeln vor. Befolge sie und du wirst keinen Geschenke-Stress zu Weihnachten haben:

  1. Ein frommer Wunsch - Organisation: Das A und O des stressfreien Weihnachten ist Organisation. Es wäre optimal, wenn du dir schon im November überlegst, wie viele Geschenke du brauchst, welches Budget du hast und woher du sie erhältst. Soweit die Theorie. Es gibt Leute, die kriegen das hin. Meine liebe Schwägerin zum Beispiel ist perfekt organisiert und da klappt das wie am Schnürchen.

Es gibt Leute, die sind nicht so gut organisiert, wie zum Beispiel der Autor dieser Zeilen. Meine Frau, eine kleine energische Person mit funkelnden Augen, bezeichnet mich gerne als Chaoten. Leider hat sie recht. Ich bin der Typ, dem zwei Tage vor dem Weihnachtsfest siedend heiß einfällt, „Was? Weihnachten ist schon in zwei Tagen? Das gibt‘s doch nicht! Es war doch gerade erst Sommer - wie schnell die Zeit vergeht!“ Dann fahre ich hektisch in den Dschungel namens Köln-Zentrum und gerate in den größten Geschenke-Stress.

Deswegen schlage ich eine Geschenke-Deadline vor: Fange spätestens zwei Wochen vor Weihnachten, also am 14. Dezember an, dich um deine Geschenke zu kümmern. Das kann zwar knapp werden, aber du wirst so nahezu stressfrei deine Weihnachtsgeschenke ergattern können.

  1. Prioritäten: Setze bei deinen Geschenken Prioritäten!

Petra wollte sechs Personen beschenken: Ihre Tochter war ihr am wichtigsten, dann folgte ihr lieber Ehemann und ein paar Verwandte. Petra schenkte gerne. Sie mochte es, anderen Leuten eine Freude zu machen. Leider führte das in den vergangenen Weihnachtsfesten zu enormen Stress. Dieses Weihnachten wollte sie es anders machen. Mit ihrem Ehemann hatte sie vereinbart, dass sie sich gegenseitig nur eine Kleinigkeit schenken. „Außerdem ist es schwierig, meinen Mann zu beschenken, er hat schon alles, was er möchte", murmelte sie. Sie beschloss, dass sie sich für ihre Tochter richtig Mühe geben würde und auch etwas investieren wollte. „Morgen frage ich meine Tochter, was sie sich wünscht. Mal schauen, ob ich es hier erfüllen kann.“ Das ist natürlich die einfachste Variante: Wenn unsere lieben einen bestimmten Geschenke-Wunsch haben, dann müssen wir uns keine Gedanken machen. Die anderen Verwandten waren zwei Onkels, eine entfernte Cousine und ihre Patentante. Dieses Jahr beschloss sie, einfach ein paar normale, nette Standard-Geschenke bei Amazon zu bestellen. Dafür brauchte sie nicht ins Gewühl der Stadt zu fahren, sondern sie konnte gemütlich von zu Hause aus ein paar nette, nicht zu teure Geschenke aussuchen. Die ideale Lösung.

Ja, am Fest der Liebe den Menschen in einer Skala einzuordnen, ist nicht romantisch, aber praktisch. Petra hatte die Situation ideal gelöst. Wichtige Leute erhalten aufwändige Geschenke, weniger wichtige nicht so aufwändige Geschenke. Hier ist es wichtig, dass wir auf unsere Erwartungen achten. Seien wir also hier nicht zu perfektionistisch. Denn das ist die Wurzel des Stresses.

Denke daran, es geht nicht so sehr um den Inhalt des Geschenkes, sondern um den Symbolcharakter. Ein Geschenkt sagt: „Ich habe an dich gedacht und ich hab dich lieb.“

Die Alters-Regel: Es gibt allerdings eine Regel, die du dabei beachten solltest:

„Je jünger der Beschenkte, desto wichtiger der Inhalt und desto unwichtiger der Symbolcharakter eines Geschenks.“

Wenn ich also beispielsweise, meinem dreijährigen Sohn ein schönes Entspannungsbad schenken würde, um ihm zu signalisieren, dass ich an ihn gedacht habe und dass er mir wichtig ist, so wurde er wahrscheinlich vor Ärger einen roten Kopf bekommen und mir das Entspannungsbad an den Kopf werfen. In seinem Alter ist der Inhalt eines Geschenkes von überragender Bedeutung: Mein Sohn würde sich über einen Tyrannosaurus Rex ungeheuer freuen, aber das Entspannungsbad würde bei ihm nur Kopfschütteln auslösen.

  1. Erwartungen: An wie viele Weihnachtsgeschenke vom letzten Jahr kannst du dich jetzt in diesem Augenblick erinnern? Keins? Eins? Du merkst vielleicht, worauf ich hinaus will. 99 % aller Geschenke, die wir erhalten haben oder verschenkt haben, werden dem Schicksal des Vergessens anheimfallen. Wir sind einfach zu sehr mit unserem Alltag beschäftigt, vielleicht haben wir Bauchweh, das nächste Projekt steht an, unser Sohn geht bald zur Uni oder was auch immer. Deswegen sollten wir bezüglich der Geschenke, die wir verschenken, realistisch bleiben.

Ich meine damit nicht, dass du keine schönen Geschenke machen solltest. Im Gegenteil: Ich selbst beschenke gerne und ich freue mich von Herzen, wenn sich der Beschenkte über mein Geschenk freut. Wir sollten allerdings achtsames sein, wann die Geschenkesuche in Stress umkippt. Das sollte so nicht sein. Unsere Gesundheit und somit unser Stress sollte die höchste Priorität haben. Deswegen lieber ein „normales“ Geschenk kaufen und unsere Erwartungen herunterschrauben, als in Geschenke-Stress auszubrechen. Das ist es nicht wert.

4. Geschenke bestellen: Ich wage jetzt eine frevelhafte Aussage. Wir können Geschenke auch bestellen. In der Weihnachtszeit in die Stadt zu gehen, sich in den Weihnachtsrummel zu stürzen und sich durch die Menschenmassen in den Kaufhäusern zu drängen, ist nervenaufreibend. Es ist viel angenehmer, gemütlich zu Hause vorm Computer zu sitzen, bei Amazon oder anderen Webseiten gemütlich nach Geschenken zu stöbern. Deswegen empfehle ich dies. Dies entnimmt der Geschenkesuche eine gehörige Portion Stress. Allerdings sollten wir auch hier rechtzeitig handeln: viele andere haben diese Idee auch, deswegen sind die Paketdienste in der Weihnachtszeit oftmals überlastet. Deswegen lieber ein paar Tage früher bestellen, damit die Geschenke rechtzeitig zu Weihnachten ankommen.

Das waren einige Tipps, um den Geschenke-Stress zu vermindern. Was sind deine Gedanken dazu? Schreibe mir gerne.

Falls du trotz dieser Tipps in Stress gerätst, ist das nicht so schlimm: Einfach ein paarmal tief in den Bauch atmen und die Schulter fallen lassen, und schon ist der Stress wie weggeblasen.

 

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